Tagebuch

7.11.2019 - Kürbiszeit

Den Kürbis haben wir eigentlich schon anfangs Oktober geerntet und eingekellert. Wir hätten ihn aber gut und gerne noch eine ganze Weile auf dem Feld liegen lassen können. Bis gestern Nacht war es nämlich immer noch verhältnismässig mild. Es gab zwar einige wenige Bodenfroste, aber so richtig eisig wurde es erst letzte Nacht. Weil wir in diesem Jahr keine besonders erfolgreichen Gärtner waren, wollte ich unser Glück nicht zusätzlich aufs Spiel setzen und ging im Oktober auf Nummer sicher. Et voilà jetzt geniessen wir unseren Kürbis. In Diesem Jahr habe ich vorallem Hokkaidos. Sie sind mit ihren 1-4kg nicht nur sehr handlich und lassen sich somit innert nützlicher Frist verarbeiten, sie schmecken auch wirklich gut und das Beste daran: Man braucht sie nicht zu schälen! Diese Woche gab es also Kürbisspätzli, das überzeugt alle Kürbisskeptiker im Nu! Natürlich Kürbissuppe und eingemachten Kürbis. Dieser schmeckt dann vorallem zum Raclette vorzüglich. Einfach mal etwas anderes als immer Cornichons und Silberzwiebeli. 

23.10.2019 - Oh du goldiger Herbst

Der Sommer ist zu Ende die Tage sind kürzer geworden und ich stelle mich auf graue düstere Tage ein. Und jedes Jahr werde ich von Neuem von der unglaublichen herbstlichen Pracht überrascht. Die Lärchen erstrahlen im goldigen Gewand und bilden mit dem stahlblauen Himmel einen faszinierenden Kontrast. 

Momentan sind wir gerade sehr froh um alle Schönheiten die die Welt zu bieten hat. Unser Alltag ist geprägt von viel viel viel Arbeit. Neben dem alltäglichen Arbeiten im Stall und im Haushalt, fallen auf der Baustelle fast täglich neue Arbeiten an. Romy und Riet waren letzte Woche auch das erste Mal beim Wursten, diese sind nun entweder in der Presse oder hängen bereits im Maiensäss zum Trocknen. Dies ist auch dringend nötig, denn unsere Vorräte sind leer wie schon lange nicht mehr. Ich vertreibe mir die Zeit mit Einmachen, letzte Woche habe ich 120 Gläser Quittenkonfi hergestellt und der Kürbis wartet nur darauf in die Gläser zu wandern. Dann sind wir auch noch in die Fleischsaison gestartet. Heute wurde die erste Alpenbeef Lieferung verpackt und wird morgen von Marco ausgeliefert.

25.9.2019 - die ersten Kälbchen & das letzte Emd

Vor zwei Wochen als der Schnee uns das erste Mal erreichte, brachte er auch zwei Kälbchen mit. Das eine ist im warmen Stall geboren, das andere etwas überraschend auf der Weide. In diesem Jahr werden alle Kälbchen mit dem Buchstaben O getauft, so sind es Olga und Otto geworden. Otto hat einen weissen Fleck auf der Stirn und ist etwas zurückhaltender als die wilde Olga. Mit der kann man, jetzt wo der Stall noch fast leer ist, prima fangen spielen. Am letzten Samstag, an Tante Rita Bina's 70. Geburtstag, kam dann noch Orma hinzu. Rita Bina durfte selbstverständlich als Taufpatin fungieren, Orma ist romanisch und bedeutet Seele.

Letzte Woche aber wirklich auf den letzten Drücker hat Riet auch noch das letzte Emd eingebracht.  Das war eine ziemlich zähe Angelegenheit. Obwohl das Wetter schön und warm war, wollte das Emd nicht recht trocknen. Die Tage sind schon kurz und bereits um 5 Uhr verschwindet die Sonne hinter dem Piz Ela, dann wird es schnell kühl und vorallem feucht. Aber jetzt können wir endlich einen dicken Hacken setzen und uns ab dem vollen Heustock freuen.

10.9.2019 - Endlich!

Endlich ist sie da unsere neue Website! Wir freuen uns sehr darüber und bedanken uns bei Christian von go2media für die tolle Arbeit! Wir hoffen euch gefällt es auch und ihr findet euch zurecht. Wenn ihr noch Anregungen und Ideen habt, sind wir über Rückmeldungen immer sehr dankbar. Viel Vergnügen beim Stöbern....

 

09.09.2019 Schwalben und Schnee

Die Schwalben wussten es. Dass der Winter naht. Sie haben sich am Mittwoch, an diesem herrlichen Tag, bei uns auf dem Baukran getroffen. Sie haben sich herausgeputzt, ein paar Proberunden gedreht, und plötzlich am Nachmittag waren sie weg. Ab in den Süden. Die hatten Recht, am Sonntag hat es nämlich tatsächlich geschneit, und nicht nur ein wenig, sondern richtig lange richtig grosse Flocken. Und was bringt so ein Wetterwechsel auch noch mit? Genau - Kinder und Kälber, bei uns waren es Kälber! Und zwar gerade zwei, eins im warmen Stall und das eine auf der Weide.

19.8.2019 Hochzeitsapero

Am Wochenende durften wir einen Hochzeitsapero im Dorf für gut hundert Personen ausrichten. Für uns war es der erste dieser Art. Hochzeiten unterscheiden sich ja schon von anderen Aperos, da darf es ruhig ein bis:schen üppiger sein. Obwohl ich schon ziemlich geübt bin, in der Mengenberechnung, war ich etwas nervös, zumal der Apero knapp dreieinhalb Stunden dauerte. Glücklicherweise waren wir erst einige Wochen zuvor zu einem Hochzeit eingeladen, so konnten wir noch einige gute Ideen sammeln. Weil ich gleichentags auch noch einen Ferienwohnungwechsel über die Bühne bringen musste, habe ich mir wieder einmal Hilfe organisiert. Meine Mutter, eine zuverlässige Helferin hatte kurzerhand noch ihre Schwester im Schlepptau. Früher gingen sie auf Städtereisen, heute kommen sie zum Event-Arbeiten nach Bergün! :) Auch Riets Schwester gehört zum zuverlässigen Helferkreis, da konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Romy und ich fühlten uns zwischenzeitlich sogar ein bisschen überflüssig, derart fleissig wuselten die Helferlein durch die Gegend. Nach drei Stunden war das meiste verputzt und alle rund um zufrieden. Jetzt sind wir für weitere Hochzeiten gewappnet, wer hat noch nicht? Wer will noch?

19.8.2019 Blaudistelernte

Und schon ist die Blaudistelernte wieder vorbei. Wir haben uns im letzten Jahr dazu entschieden, nicht mehr weiter in unser Blaudistelfeld in Preda zu investieren. Das heisst wir binden die Pflanzen nicht mehr einzeln auf und pflanzen auch keine neuen Stöcke mehr. Wir ernten einfach noch, was da Feld uns her gibt. In diesem Jahr waren das wunderschöne Blumen, zwar ein bisschen kürzer als sonst und häufig nur mit einer Blüte, dafür aber in einem wunderschönen Blau. Weil wir die Blumen auch nicht mehr an den Grossverteiler liefern, müssen wir bei der Ernte auch keine Qualitätsmerkmale mehr beachten, wir schneiden alles was uns gefällt, binden es zu Sträussen und verkaufen es vor dem Haus. Mit dem Ertrag gehen wir dann einmal hübsch auswärts essen. So macht die Arbeit plötzlich wieder viel mehr Spass.

Blaudistel mit Schmettling

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