biobergün.ch, Bergün/Bravuogn

Tagebuch Oktober bis Dezember 2010

19.12.2010

Wunderbar…! Heute fahren wir nach Luzern ins KKL. Um 17.00 Uhr spielt die Lucerne Marching Band ihr Weihnachtskonzert. Selina macht auch mit. Sie hat sogar ein kleines Solo. Da hüpft das Mutter- und Vaterherz vor Stolz. So ein Weihnachtskonzert ist genau das richtige um langsam in Weihnachtsstimmung zu kommen.
Im Moment herrscht bei uns noch grosses Desaster von der Umbauerei da kommt nur schwer Weihnachtstimmung auf. Ich möchte gerne putzen, aber der Betrieb lässt es nicht zu. Es sind noch so viele Sachen zu erledigen die terminlich gebunden sind. Ich denke die ersten Feriengäste die zu uns kommen, bekommen einen Besen in die Hand gedrückt.

15.12.2010

Wir hatten ganz tolle Ferien. Viel geschlafen, relaxt, gegessen, gelesen! Und genau zum richtigen Zeitpunkt fing es an zu schneien. In Schruns im Fernblick wurde ein altes Maiensäss umgebaut in eine Sauna. Die Front gegen die Talseite ist verglast. Da gibt es nichts Herrlicheres als in der Wärme zu sitzen, und draussen schneit es! Zwischendurch reibt man sich mit dem frisch gefallenen Schnee ein und huscht dann schnell wieder in die Wärme.

Jetzt hat uns der Alltag wieder. Natürlich sind wir wieder voll in die Action gesprungen. Im Moment lässt mich die Buchhaltung nicht los. Besonders die Alprechnung muss unbedingt noch vor dem 21. über die Bühne. Zahlungen nach dem 21. Dezember werden nicht mehr im 2010 verbucht. Das heisst ich muss die dann in die Kreditoren/Debitoren buchen – und das versuche ich wenn immer möglich zu verhindern.

Am Montag durfte ich noch schnell unser Enkelchen besuchen im Spital. Romina geht es sehr gut. Wenn es so weiter geht, können wir sie im Januar nach Hause holen. Sie ist jetzt auch schon richtig schwer. 2.100 Kg bringt sie schon auf die Waage. Als wir sie am 3. Oktober zum ersten Mal besuchten, waren Hände und Füsse gegenüber dem Körper übernatürlich gross. Jetzt stimmen die Proportionen schon perfekt. Sie schaut ganz interessiert umher und trinkt sogar schon einen Teil der Milch aus dem Schoppen. Franziska und Riet sind jeden Tag bei ihr. Wir freuen uns alle auf sie, schade kann sie nicht schon an Weihnachten nach Hause. Aber bis zum ursprünglichen Geburtstermin (18.01.2011) müssen wir uns wohl noch gedulden.

04.12.2010

Letzten Sonntag dachten wir: Juhuiii endlich fertig mit dem Fleisch! Nur noch zwei Kühe verwursten und ich kann endlich wieder einmal meine Wohnung putzen. Es ist wie jedes Jahr. Erst freut man sich auf die Arbeit, dann ist man aber doch froh wenn man sie abhacken kann. Trotzdem sind wir jetzt schon die ganze Woche am rotieren. Morgen möchten wir für vier Tage in die Ferien und es ist noch viel zu tun. Am Montag bekam ich Post vom Buchhalter. Unser Steuerkommissar will’s dieses Jahr wissen. Er pflückt mich richtig auseinander. Schon mitten im Heuen musste ich mich zwei Tage ins Büro setzen und Belege zusammen suchen. Diese Woche hatte ich nur einen Tag, trotzdem… ich schicke einen Seufzer gegen den Himmel! Natürlich hat sich dann unverhofft noch die Biokontrolle angemeldet…! Oh man, es kommt doch immer alles miteinander.
Heute habe ich das Trockenfleisch eingesalzen, Trockenfleisch verpackt, Konfitüre etikettiert, Wäsche gewaschen, den Tiefkühler für die frischen Würste vorbereitet und, und, und…! Jetzt muss ich noch drei Bestellungen richten, die Riet am Montag auf die Post bringen muss und wenn es irgendwie noch geht ein paar Würste verpacken. Aber ich fürchte das muss ich Riet überlassen.
Morgen Nachmittag sitze ich dann im Zug – und vermutlich schlafe ich dann schon mal eine Runde.
Gestern waren wir in Chur Romina im Spital besuchen. Am liebsten hätte ich unser Enkelchen mit nach Hause genommen. Leider muss sie noch bis am 18. Januar im Spital bleiben. Franziska und Riet pendeln jeden Tag auf und ab. Aber bis im Januar ist es ja auch nicht mehr so lange hin. Hauptsache ist, dass sie eine so tolle Kämpferin ist und alles vorbildlich abläuft. Jetzt ist sie schon 1.9 Kg schwer. Marco war ein wenig beleidigt, weil die Dame an der Rezeption in gleich als Grossvater erkannt hat: So alt sehe er jetzt doch nicht aus! So langsam muss auch er den Tatsachen in die Augen sehen <ggg>

13.11.2010

Vieles ist passiert in letzter Zeit. Meine Homepage musste ich sträflich vernachlässigen. Wir haben schon vier Lieferungen Fleisch hinter uns. Zwei kommen noch – aber der absolute Supergau an Fleischverpackung haben wir noch vor uns. Die letzte Woche vom November verarbeiten und liefern wir vier Ochsen. Wie wir das noch genau organisieren steht noch in den Sternen. Marco wollte mir noch zwei Kühe zum wursten aufdrücken, aber dann kann er mich gleich auf der Bahre nach Schruns bringen. Ja, vom 5-9 Dezember machen wir Ferien in Schruns. Nur schlafen, wellnessen, essen und … - das ist nicht öffentlich! Wir werden total erholt nach Hause kommen wo ich gleich meiner „Lieblingsbeschäftigung“ nachgehen werde. Putzen! Juhuiiii…! Seit Mitte Oktober sind wir am umbauen. Die Ferienwohnung bekommt eine neue Küche und Riet renoviert sein Bad und die Küche. Das ganze Treppenhaus ist ausgekleidet mit Plastik. Trotzdem bekommt man, was immer man berührt, staubige, schmutzige Hände.
Ich werde noch vom Putzen träumen…!

überall steht Werkzeug herum  Noch nicht fertig, aber bald - unser neue Ferienwohnungküche 

18.10.201.

Jetzt haben auch wir uns von dem kurzen, schönen Herbst verabschiedet. Die letzten Tage kamen die Tiere von allen Seiten des Tales nach Hause. Am Sonntag holten wir dann auch noch das Jungvieh aus dem Schnee. In Preda hat es zwar noch genügend Wald wo sie sich unterstellen können. Der Wetterbericht zeigt aber keine Besserung. Der Schnee drückt den Zaundraht auf den Boden und die Tier suchen das Weite. Der Zug ist sehr nahe und die Tiere lieben es auf dem Bahntrassee zu gehen. Da haben wir schon schlimme Sachen erlebt.
In den letzten Tage fuhr Riet noch den Mist und die Jauche aufs Feld. Platz schaffen in der Jauchgrube. Bis der Schnee weg ist, darf man nichts mehr raus bringen und das kann dauern. Vor April wird es sicher nicht mehr möglich sein.
Wir stehen für das Alpenbeef in den Startlöchern. Obwohl ich mir mittlerweile Routine angeeignet habe, beginnt schon jetzt das Kribbeln. Habe ich genügend Etiketten, reicht der Toner vom Drucker, Vakuumsäcke, Couverts und Papier. Sind die Messer geschliffen... etc. etc!

Zwischendurch wollen wir ja noch die Küche der Ferienwohnung renovieren. Mal schauen ob alles aneinander vorbei geht.