Highlights aus Bergün 2011
18.07.2011
Es ist schon ein paar Jahre her, seit wir das letzte Mal Untermieter hatten im Heustall. Die Nester hängen schon ewig dort. Aber die Schwalben suchten sich immer eine andere Wohnung. Überhaupt gibt es in Bergün nicht mehr die Schwärme Schwalben wie früher. Doch in diesem Jahr hatten wir Glück. Endlich hat sich eine Schwalbenpärchen für unseren Heustall entschieden. Vermutlich weil es zwei Zimmer hat. Gleich neben dem schönen intakten Nest hängt noch eine arme Bruchbude – aber als Zwischenhalt, oder als Ausweichmöglichkeit für den Vater immer noch brauchbar.
Wir haben es bemerkt als das Auto plötzlich voller Vogelkot war. Riets Begeisterung hält sich in Grenzen (es war sein Auto) aber Marco, Franziska und ich freuten uns über die neuen Untermieter. Fortan beobachteten wir die Vögel und hatten den Fotoapparat immer griffbereit. Gestern wurde es ernst für die kleinen Schwalben – der erste Flugunterricht war angesagt.
Kurz vor dem Regen. Der Fön fegte durch Bergün. Der erste Flug war nicht leicht. Flankiert von den Eltern ging es rauf und runter. Windböen brachen den kleinen Vogel immer wieder aus dem Gleichgewicht und er torkelte gefährlich hin und her. Eine kleine Pause auf dem Blechdach nutzten die Eltern, beide zwitscherten ihre guten Ratschläge auf das Vögelchen hinunter. Der zweite Flugversuch war schon fast perfekt und er durfte wieder zu seinen Geschwister wo er gleich lauthals und begeistert von seinem Flug erzählte. Das zweite Vögelchen startete mit den Eltern zu seinem ersten Flug. Das erste Vögelchen mutig hinterher, schliesslich war es schon fast Profi. Das dritte Vögelchen wartete geduldig bis es an der Reihe war.
Heute flog die ganze Familie unermüdlich hin und her. Jetzt müssen sie nur noch lernen sich selber zu versorgen und aufzupassen, dass sie nicht Whiskey (unserer Katze) in die Quere kommen.
12.07.2011
Die Tage rasen dahin - so schnell, dass wir andauernd den Wind in den Haaren spüren. Im Moment warten wir auf den 15. Juli damit wir im Tuors mähen können. Das gibt mir ein paar Tage Zeit. Zeit die ich dringend brauche um wenigstens ein bisschen Ordnung in mein Chaos zu bekommen. Sirup wartet in den Milchkannen zum Einsieden, Beeren müssen entstielt und eingefroren werden, die Buchhaltung winkt mit einer roten Fahne und und und…! Manchmal würde man am liebsten in eine Ecke sitzen und warten bis alles vorbei ist…!
Am Sonntag war das Alpfest, das haben wir ganz super hinbekommen. Marco hatte eine andere Baustelle: Zwischen Preda und Bergün musste er eine kulinarischen Wandergruppe (Organisiert vom Parc Ela) mit unseren Produkte beglücken. Über das Alpfest ist ein Bericht in Romys Ecke.
30.05.2011
Abendteuer Deutschland ist zu Ende. Marco ist wieder zu Hause und ich kann die Koffer wieder versorgen. Ich selber war auch zwei Tag in Deutschland. Aber nicht mit Marco, sondern mit meinem Landfrauenverein. Wir waren in Friedrichshafen, Meersburg, Insel Mainau, Konstanz und kam auch am Samstag nach Hause. So habe ich jetzt viel zum waschen, bügeln, versorgen. Aber es hat sich gelohnt. Marco hat es in Deutschland gefallen und mir auch. Meersburg ist ein richtig schnuggeliges Städtchen und die Insel Mainau fantastisch. Wohnte ich in der Nähe, würde ich mir auch eine Saisonkarte kaufen. Da kann ‚Frau’ viele Farben und Düfte tanken.
Heute hat Marco Geburtstag. Das Alter verraten wir nicht – letztes Jahr hatte er eine Schnapszahl, da wurde er 55!
Die Kälber durften das erste Mal in ihrem Leben auf die grüne Wiese. Früher war dies jedes Mal ein Rodeo. Aber heute nehmen sie es gelassen. Schliesslich können sie den ganzen Winter an die frische Luft wann immer sie wollen. Nur das Gras war schon sehr interessant für sie. Sie fanden es jedenfalls herrlich.
12.05.2011
Ich bin Strohwitwe. Marco kurbelt in Deutschland herum. Von der BioSuisse aus muss er Degustationen (soviel ich weiss heisst das in Deutschland Verkostung) machen in den Bioläden. Heute und morgen ist er in Frankurt am Main. In der Leipziger Strasse 11-11c der Name des Geschäfts ist Basic. Am Samstag ist er in Nürnberg in der Färberstrasse 11, dort heisst das Geschäft auch Basic.
Wenn ihr zufällig in der Nähe seit - er freut sich über jeden, ich glaub es wird im sonst zu langweilig. Dann könnt ihr einen schönen Gruss von mir ausrichten.
Nächste Woche ist er in anderen Basic Geschäften:
19.05 in München, in der Nymphenburger Str.82
20.05 in München, in der Amalienburgstr.2-6
21.05 in Stuttgart in der Breitscheidstr. 6
Übernächste Woche ist er nur in den Basic Geschäften in München:
26.05 Westenriederstrasse 35
27.05 Schleissheimer Strasse 158-162
28.05 Richard-Strauss Strasse 48
Es ist irgendwie komisch - er war schon lange nicht mehr so lange weg. Am Samstag will er von Nürnberg aus noch nach Hause fahren. Er wird dann irgendwann in der Nacht ankommen. Meistens schert er unterwegs aus und schläft eine Runde. Ich bin jetzt schon gespannt was er alles zu erzählen hat.
26.04.2011
Es ist trocken. Die Erde ächzt uns lechzt nach Wasser. Obwohl der Wetterfrosch uns immer wieder Hoffnung macht, ziehen die Wolken dann nur vorbei. Riet hat die Bewässerung installiert. All unsere Nachbarn haben diesen Frühling Heu gekauft. Wir haben zum Glück noch Reserven. Zwar werden die Kühe die alten Heuballen nicht mögen und mit der Milch zurück gehen, aber immer noch besser als teures Heu kaufen.
Wir sind am Vorrat auffüllen. Im April haben wir sechs Küche verwurstet, die ersten Würste liegen schon vakuumiert im Keller. Im Moment muss ich alle gefrorenen Beeren noch zu Konfitüre verkochen. Sonst habe ich zuwenig Platz im Tiefkühler.
im Frühling kann Riet und Marco nicht helfen, da gibt es draussen zuviel zu tun. Zum Glück habe ich noch Men der mir hilft alles zu vakuumieren und versorgen.
08.04.2011
Der Frühling ist auch bei uns angekommen. In unserem Teich geht die Post ab. Ich versuche zusammen mit Franziska und Men den Garten zu roden. Marco übt schon fleissig für das Jahreskonzert vom kommenden Samstag und Riet ist in Saas Fee. An der Schweizermeisterschaft der Skilehrer für Formationsfahren.
Langsam füllt sich unser Keller wieder. Als nächstes kommt der Rhaberber. Dann gibt es frischen Chuney.

