Highlights aus Bergün 2011
20.12.2011
Endlich, seit zwei Tagen schneit es auch bei uns. Bis jetzt hat uns das Wallis allen Schnee abgefangen.
Marco hat seinen neuen Job angefangen. Er bewirtschaftet dieses Jahr das „Posina“ beim Skilift Tect. Die Feuertaufe hatten wir schon. Am ersten Tag kam ein Paar, sie bestellten: Tomatensuppe, Bergburger und Chicken Nuggets mit Pommes. Wir sind „gottsjämmerlich geschwumme“ Das letzte Wochenende hatten Men und ich das Posina für uns alleine. Marco war in Chur im Globus für eine Degustation. Men und ich hatten ziemlichen Stress. Doch am Abend waren wir richtig stolz – geschafft! Haaa…! wir zwei alleine. Men meinte jedoch: „Noch eine halbe Stunde länger und es wäre eskaliert.“
Inzwischen haben wir einiges umgestellt und einen Schlachtplan ausgetüftelt – ich hoffe wir bekommen alles in den Griff.
20.11.2011
Wunderbar – dieser Herbst. Jeden Tag Sonne pur. Auch wenn es bitterkalt ist, tanken wir jeden Sonnenstrahl den wir vor dem Winter erhaschen können. Wir müssen uns beeilen, denn schon um 1:00Uhr versteckt sich die Sonne wieder hinter den Bergen. Dann müssen wir den Berg hoch kraxeln oder in die warme Stube flüchten. Die Latscher spotten über uns Bergüner im Schattenloch. Achja, dafür lachen wir dann im Winter. Wenn die Sonne am Sonnenhügel Latsch den kleinsten Flecken Schnee wegschleckt und wir aber - im Schattenloch - noch super Skifahren können.
Gestern musste meine Nachbarin sich ein paar Unterschriften holen in Stuls und Latsch. Ein schöner Spatziergang. Zuerst zu Familie Collenberg nach Stuls. Sie bauen sich einen neuen Stall. Eigentlich wollten sie diesen Herbst einziehen. Wie es so ist, läuft es auf einer Baustelle selten nach Plan. Wenigstens steht der Stall soweit, dass sie nur noch im Trockenen abreiten müssen. Es gibt noch viel zu tun – im Innenleben des Stalls. Wir liessen uns von Nicole alles zeigen. Der Stall kann sich sehen lassen, ein richtiges Bijou. Hell, geräumig mit einem tollen Auslauf auf der Sonnenseite für die Kühe. Nicole freut sich. Endlich kein Provisorium mehr – ein Stall in dem man ordentlich abreiten kann.
In Latsch holten wir uns eine weiter Unterschrift und spazierten dann nach Hause. Marco schüttelte nur den Kopf: Für zwei Unterschriften gehen die zu Fuss nach Stuls und Latsch – verrückte Weiber.
Es ist halt so, dass wir ein gewisses Tempo haben. Irgendwie sind wir dann zu schnell von A nach B. Also müssen halt die Strecken länger sein. Sonst wären wir nach einer halben Stunde schon wieder zu Hause. Eine halbe Stunde verbrennt aber kaum Fett…! So kommt es halt: Was für andere eine Wanderung ist, nennen wir Spaziergang.
12.11.2011
Da hat mich doch wieder einmal jemand total vera...!
Heute Morgen wache ich auf, voller Freude: Endlich bekomme ich Flügel und fliege durch die Wolken, ins Universum der Sonne entgegen. Links und rechts zwitschernde Vögel, tief unter mir ein Jetflugzeug (ach ne, das ist ja auch untergegangen)
Die Enttäuschung: Keine Wolken, keine Vögel - nix mit fliegen! Ne, ne! - Fleisch packen, aufräumen, sogar die verflixte Buchhaltung ist nicht untergegangen.
Ach was, umso besser. Heute ist Rominatag. Franziska hat den ganzen Tag Sitzung in der Schule. Jipiii... ich kann den ganzen Tag mit Romina herumtollen.
11.11.2011
Eine Kollegin schrieb: Heute geht die Welt unter.
Gut - wenn das so ist, möchte ich mich gerne noch von allen verabschieden.
Obwohl - wenn die Welt jetzt untergeht, sehen wir uns eh gleich alle wieder.
Nur - das wird ein schönes Gedrängel an der Himmelspforde, wenn da alle miteinander kommen.
Vielleicht - hat das himmlische Volk vorgesorgt und schon mal ein paar Stühle und Bänke aufgestellt
Hoffentlich - steht da auch eine Kaffemaschine und etwas zum Knappern
In dem Fall - Tschüss auf bald!!!
08.11.2011
Ich muss schon sagen, fängt das mit dem Fettnapf an, gibt es nicht so schnell Ruhe.
Vor ca. zwei Wochen kam mit der Post ein eingeschriebener Brief. Da war meine Adresse drauf. Ausser meiner Adresse konnte man überhaupt nichts lesen weil der Rest auf Chinesisch geschrieben war. Also lauter Zeichen, Striche etc – eben, Chinesisch.
Franziska und ich sassen am Tisch. Schauten misstrauisch auf den eingeschriebenen Brief: Was ist das?! Wieso schickt mir China Post…! Da ist doch etwas nicht koscher! Franziska meinte: Vielleicht ein Terroranschlag. Wenn du es öffnest explodiert eine Minibombe und wir sind alle vergiftet. Ich drückte und rüttelte. Dann öffnete ich den Brief. Heraus fiel eine Handyhülle. Es sah aus wie der Abklatsch eines alten GameBoy. Das Material war aus Gummi, kein hartes Material sondern so schwabbeliges Zeug wie Flubber. Wir drehten das Ding hin und her und konnten es nicht richtig zuordnen. Eigentlich sah es aus wie eine Schutzhülle für Handys. Langsam dämmerte es mir: Ich habe doch erst ein neues Natel gekauft, vielleicht hat mir China zum Dank eine Schlapperhülle geschenkt. Ich brauchte das Ding aber nicht. Ich habe mir zum neuen Natel ein hübsches Lederetui gekauft. Das war teurer als das Handy selber. Franziska meinte auch: Schmeiss es doch weg, du weisst ja nicht was das für Material ist – am Ende ist es noch giftig. So landete es kurzerhand im Kehricht.
Vorgestern bekam ich ein MMS von unserem Sohn Men: Wem gehört diese Unterschrift???
Ich: Meine wieso?
Er: Ich warte schon eine halbe Ewigkeit auf ein Paket. Ich habe beim Anbieter nachgefragt, der behauptete er habe es schon lange geschickt.
Ich: Hier ist aber kein Paket für dich angekommen!
Er: Ich habe deine Adresse angegeben, musste ich ja, du hast mir ja deine Postkarte dazu gegeben.
Ich: Ich habe aber kein Paket bekommen!
Er: Die Post hat aber gesagt, sie habe das Paket vor 10 Tagen abgeliefert und du hast unterschrieben. Hier der Beweis!
Jetzt überkam es mich siedendheiss:
Men hat sich im Internet etwas bestellt. Für Fr.17.00 er fragte ob er es mit meinem Kärtchen bezahlen darf, weil er keines hat. X-Mal fragte er dann nach ob nicht ein Paket für ihn gekommen sei. Ich betone: Paket! Rechteckig, hoch – eben, ein Paket! Von einem Brief – flach, leicht, rechteckig – eben, ein Brief war nie die Rede.
Dann war es wohl doch kein Terroranschlag aus China. Und giftig vermutlich auch nicht. Shit… jetzt muss ich den Wackelpudding auch noch bezahlen!!!
02.11.2011
gestern ist mir was Peinliches passiert.
Bei E-Banking schickt die Bank doch ein Kärtchen mit den Codes. Die gibt man nach und nach ein. Irgendwie zählt da ein Männchen im Hintergrund mit und wenn alle Codes aufgebraucht sind, schicken sie uns ein neues Kärtchen zu. (Ich weiss dass man es auch über SMS schicken lassen kann)
Ich habe also so ein neues Kärtchen bekommen. Plötzlich stand da: Bitte benutzen sie die neue Karte. Automatisch griff ich also das neue Kärtchen. Da blitzt mir ein Gedanke durch den Kopf:
„Hoffentlich, verwechsle ich jetzt die neue Karte nicht mit der alten Karte! Da ist es doch geschickter ich schreddere die alte gleich, dann passiert es mir nicht.“
Gedacht, getan schon frass sich der Schredder durch das Kärtchen – nur es war nicht das alte sondern das neue Kärtchen. Ich schrie auf und schimpfte wie ein Rohrspatz.
Sohn Men meinte cool: Du schaust doch soviel Krimis, da hast du sicher schon gesehen wie man das wieder zusammen setzt.
Bürolampe auf den Schredder fokussiert und los ging’s. Und ich habe es tatsächlich geschafft. Akribisch alles wieder zusammen geklebt. Ufff… das war ein Schreck!
Ja so ist es, wird es langweilig, schafft man sich ein bisschen Action!!!
09.10.2011
Jetzt haben wir uns so auf den schönen Herbst gefreut. Pustekuchen – die Lärchen sind noch nicht einmal gelb schon tragen sie ein weisses Kleid.
Den Markttag „Schafschur in Savognin“ mussten wir deshalb leider absagen. Marco, Riet und Guolf holten gestern alles Vieh nach Hause (bevor sie wieder alleine kamen) Vier Galtkühe stehen oben in Preda im Maiensäss. Wir mussten sie dort einstallen, hier in Bergün haben wir noch nicht für alle Platz, und auch: Weil da noch eine leise, scheue Hoffnung besteht, dass wir noch einmal mit ihnen auf die Weide können. Heute Morgen lag 40cm Schnee in Preda. Marco musste mit dem Auto zuerst bis zum Stall pflügen. Er holt einfach Anlauf und brettert mit Hochgeschwindigkeit in den Schnee bis er stecken bleibt. Rückwärtsgang, - um von neuem Anlauf zu holen. Die Front war zugepflastert mit Schnee.
Im Moment melken sie im Stall sehr wenig Milch. So wenig, dass es kaum den Boden des Milchtanks deckt. Das Kühlwerk des Tanks setzt so nicht ein. Deshalb müssen wir die Milch noch selber verarbeiten bis mindestens zwei Kühe kalbern. Ich versinke langsam aber stetig in einem Butterberg.
Fünf Kühe haben wir schon verwurstet und langsam fokussiere ich mich auf unser Alpenbeef. Aber vorher kommt noch mein Ausflug nach Genf. Am Dienstag habe ich eine Rundum-Erneuerung vor. Am Morgen Kosmetik, nachmittags Friseur. Vielleicht mache ich ein „Vorher“ und „Nachher“ Fotoshooting so wie sie in den Illustrierten immer abbilden. Dort ist aber „Vorher“ oft schöner als „Nachher“. Ich finde Schminke gibt dem Gesicht immer etwas maskenhaftes. Ausserdem, woher soll ich mir die Zeit zum schminken stehlen. Zwischen Butterberg und Papierkrieg – da ist der schönste Liedstrich für die Katz!
Aber heute habe ich nur Büroarbeit – und wenn ich es irgendwie noch hinein quetschen kann, sollte ich das Fleisch der letzen drei Kühe noch einsalzen.
01.09.2011
Jetzt haben wir einen neuen Milchzimmerboden. Wie immer von Luzi Michel: In gewohnter Präzision. Sogar meine Garantiearbeit hat er ausgebügelt.
Damals 1993 als wir den Stall bauten ging mir die Fugenmasse aus. Bevor ich neuen besorgen konnte, kamen schon die Kühe. So wurde alles halt verschoben. Seither zog mich Marco immer wieder auf: „Da ist doch noch Garantiearbeit die du machen musst.“
Gestern haben wir Stuls fertig ‚geemtet’. Eine kurze Sache. Das meiste haben wir schon einen Tag zuvor geholt. Aber da war noch die Wiese, dort muss das Emd mit Tücher herunter gezogen werden. Marco stand schon oben – gab es aber dann doch auf. Es war schon 20.00Uhr und dann wird es sehr schnell dunkel. Zum Glück: Der Gedanke, dass ich noch so spät dort hinauf kraxeln muss, brachte mich zum Stöhnen.
Gestern ging es dann viel leichter. Schon weil wir Romina mit auf die Wiese nahmen. Sie ist lange nicht eingeschlafen. Ich ging die Strasse rauf und runter und rauf und runter - endlich schlief sie. Ich konnte den Kinderwagen in den Schatten stellen und anfangen zu rechen. Da waren Riet und Men aber mit dem meisten schon fertig. So lass ich mir das Emden gefallen.
27.08.2011
Heute ist schon alles realer. Ich habe mit der Post einen dicken Brief bekommen. Gestern habe ich nach langem stöbern auf woman.ch sogar eine gute Bekannte gefunden. Vor mehr als zehn Jahren bekam Johanna Dönz aus Urmein auch diese Urkunde. Johanna hatte ein Gewächshaus, dort gab sie Blumensteckkurse. Sie machte selber auch wunderschöne Gestecke, Kränze und Blumenarrangement und verkaufte diese dann auf den Märkten. Und jetzt bekomme also ich diesen Preis. Elsbeth aus dem Welschland hat mich angemeldet. Anscheinend hatten aber auch andere Frauen, zum Teil aus Graubünden, die Fäden gezogen. So langsam wird mir bewusst was das Bedeutet - es ist schon toll, wenn man so eine internationale Anerkennung bekommt.
Hier in Bergün will es gar nicht richtig hell werden. Düstere Wolken verdunkeln den Tag und es regnet ununterbrochen. Die Kaltfront hat uns auch erreicht, aber der versprochene Schnee ist bis jetzt ausgeblieben - zum Glück - Marco und Riet sind auf der Alp und wechseln das Jungvieh auf eine tiefer gelegene Alp. Vielleicht schneit es weiter oben.
Heute ist noch das Kreisjugendfest in Naz. Armon ist im Organisationskomitee. Jetzt studieren sie ob sie das ganze nicht absagen wollen. Auch wenn es aufhört zu regnen. Zum grillieren und zelten ist es einfach zu nass.
26.08.2011
Am Morgen bekam ich ein Telefon von Elsbeth aus Vivy: Herzliche Gratulation zu deiner Anerkennung.
Jedes Jahr bekommen ca. 10 Frauen einen Preis, oder besser gesagt eine Anerkennung des Women's World Summit Foundation – WWSF. (Ich bin froh, dass ich dies schreiben kann und nicht aussprechen muss) Ich soll also unter diesen 10 Frauen sein. Gut – einmal tief durchatmen.
Auf www.woman.ch - Women's section – Prize for women’s creativity – Laureates 2011 findet man mich tatsächlich. Franziska kam und übersetzte Marco und mir den Text. Er ist leider nur auf Englisch und Französisch. Die anderen Frauen kommen aus Afrika, USA, Indien und alle haben sie sehr lobenswerte Projekte lanciert – wieso nur kommen sie auf mich? Alles was da über mich steht stimmt. Aber all das macht mir unheimlich viel Spass. Ferienwohnung, Direktvermarktung, unser Betrieb. Die Arbeit mit dem Bäuerinnentreff. Unser Projekt Scarnuz und auch meine Arbeit an den Kolumnen und überhaupt im Landfrauenteil des Bündner Bauern – das mache ich mit Leidenschaft und Herzblut. Aber dahinter steckten auch Marco und unsere Kinder und jetzt auch noch Franziska die Schwiegertochter. Besonders ohne Marco der mir immer überall hilft und mich unterstützt wäre dies unmöglich: Blüten und Beeren holt, Auslieferungen macht und mir all meine Texte korrigiert und und und…!
Irgendwie habe ich heute nichts Richtiges zu standen gebracht. Ich ging hin und her mit Watte im Kopf. Meine Bäuerinnen aus dem Bäuerinnentreff gratulieren von Herzen und ich kann es immer noch nicht richtig begreifen wie ich zu dieser Ehre komme. Wahrscheinlich wird es für mich erst real, wenn ich im Oktober in Genf meine Urkunde in den Händen halte.
25.08.2011
Solli… - das letzte Heu! Darlux ist fertig - alles Heu unter dem Dach. Jetzt fehlt nur noch das Emd. Da ist Stuls richtig streng. Aber alle anderen Wiesen sind Peanuts! Die machen wir mit links – sozusagen: Beim Vorbeigehen.
Wegen dem Vernetzungskonzept müssen wir das Sumpfgelände alle vier Jahre mähen. Riet fand: Da uns der Betrieb ab nächstes Jahr nicht mehr gehört, dürfen wir in diesem Sommer noch das Supfgras so richtig geniessen. Jede Ecke Sumpf auf unserem Betrieb wurde razekahl abgemäht. Marco und Riet wissen zwar immer noch nicht, ob sie das Sumpfgras tatsächlich verfüttern wollen oder doch zum Einstreuen brauchen. Sie werden es den Kühen wohl zuerst einmal auf den Menuplan geben und schauen wie diese reagieren. Auf Darlux ist das Sumpfgelände besonders gross. Ich fand es herrlich. Das Wasser kühlte meine Füsse und der Sumpf selber war weich wie ein Teppich.
Schwierig war der Wind. Ständig wechselte er die Richtung und die Bläser hatten ihre liebe Mühe.
24.08.2011
Heute stand unser ganze Betrieb still. Lehrling in der Schule, Riet musste/durfte Romina hüten Franziska gab Schule und wir… wir waren in Cuolm Sura ob Surcuolm/Obersaxen. Schon zum achten Mal organisierte die landwirtschaftliche Schule Plantahof diese Tagung unter dem Name „Weitblick“. Sie wollten für einmal etwas anderes anbieten als nur Kurse über die Arbeit und Kuhschwänze. Interessiert haben sich Marco und ich schon lange. Dieses Jahr haben wir uns ganz spontan, gleich nach erhalt der Anmeldung entschlossen zu gehen. Natürlich auch wegen dem tollen Referat das angeboten wurde. Schneider und Schreiber, das Ehepaar aus Zurzach wurde angekündigt. Sie schreiben ihre Kolumne im Coop und wir sind beide ganz grosse Fans von ihnen.
Es wurde ein schöner Ausflug. Wunderbares Wetter das den Weitblick garantierte. Tolles Referat von Schneider und Schreiber (hab Marco ein Buch von ihnen gekauft, Sybil Schreiber gab gute Typs: Was schenke ich meinem Mann zum Geburi – natürlich etwas was man selber schon immer haben wollte). Hervorragendes Essen, viele tolle Gespräche mit den anderen Teilnehmer. Ein Blick ins schönste Tal der Welt, Lumnezia– behauptete Curdin Foppa. Und überhaupt: Ein perfekter Tag.
19.08.2011
Endlich das Langersehnte Wetterbild. Lauter strahlende Sonne ohne Wolken und schon gar kein Blitz. Unsere Männer sind im Fieber – Im Mähfieber. Marco ist schon früh um sieben mit dem Motormäher nach Falein. Tagesziel – ganz Falein am Boden und der Mähmotor steht in Darlux! Ich hatte es heute gemütlicher. Mit Romina im Kinderwagen wanderte ich nach Sagliaz. Dort hat es besonders schönen roten Holder. Ich war bachnass geschwitzt bis ich oben war. Abwärts war es dann nicht so anstrengend. Beim Wasserreservat hörte ich einen Helikopter, schaute nach oben… da hing am Seil eine Kuh. Der Helikopter landete auf der Weise von Wolfgang Rufinatscha.
Die Kuh hatte verworfen. Bis es ihr wieder besser ging, stand sie im Stall von Wolfgang. Nach ein paar Tagen führten sie die Kuh wieder hoch nach Darlux. Leider hat sich ihr Zustand in Darlux wieder verschlechtert. Zwar wollte man sie mit dem Heliflug noch retten, aber bis sie im Tal war, war sie schon tot. Schade um das schöne Tier
Wir bekommen einen neuen Milchzimmerboden. Beim Stallbau habe ich selber alles gefliest. Die Fliesen kaufte ich nach „guter“ Beratung im do-it in Chur. Der Boden belegte ich mit Mosaiksteinchen. Die gingen supergut zum legen – splitten ab auch sehr gut wieder ab. Die jetzigen Fliesen legt ein Fachmann – da bin ich fein raus.

